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Hochschullandschaft

Die Hochschulen in Deutschland sind Einrichtungen der Bundesländer. Jedes Bundesland ist für den Bau die Erhaltung und Finanzierung seiner Hochschulen selbst zuständig Demnach bestimmt auch jedes Bundesland selbst, wie viele Hochschulen es benötigt, welche Studienfächer eingerichtet werden und welche Schwerpunkte die einzelnen Fächer haben. Deshalb gibt es trotz Absprachen zwischen den Bundesländern kein einheitliches deutsches Hochschulsystem. Insgesamt studieren derzeit etwa zwei Millionen Personen an rund 400 öffentlichen und privaten deutschen Hochschulen. Sie werden von über 37.000 Professoren ausgebildet.

Neben den etwa 300 staatlichen Hochschulen, Universitäten und Fachhochschulen, existieren in Deutschland aktuell etwa 75 private, staatlich anerkannte Hochschulen. Darunter sind etwa 66 private Fachhochschulen und 9 private Universitäten. Desweiteren existieren in Deutschland noch etwa 30 kirchliche Hochschulen, die sich aber ausschließlich um den klerikalen Nachwuchs für das Priesteramt kümmern(dies gilt für Universitäten) oder ausschließlich zuständig sind für die Ausbildung von Sozialarbeitern(dies gilt für die privaten kirchlichen Fachhochschulen). Wobei man korrekterweise bei den Universitäten und Fachhochschulen in kirchlicher Trägerschaft nicht von privaten Hochschulen sprechen kann, denn die Kirche als Träger ist eine Institution, daher nicht privat. Abitur und dann? Studienberatung für Abiturienten

Das Hochschulrahmengesetzt(HRG)

Zur Gewährleistung einer einheitlichen Entwicklung des Hochschulsystems der Bundesrepublik Deutschland über die Bundesländer hinweg wurde entgegen der föderativen Verfassung im Jahre 1976 das Hochschulrahmengesetzt (HRG) entwickelt. Im Paragraph 70 regelt es die Anerkennung von nichtstaatlichen Hochschulen und ermächtigt die Bundesländer, unter Berücksichtigung bestimmter Kriterien, private Hochschulen staatlich anzuerkennen.

Seitdem gelten folgende Kriterien zur staatlichen Anerkennung von Privathochschulen:

  1. Privathochschulen müssen wie ihre staatlichen Pendants ihre Aufgabe in der Pflege der Wissenschaften und der Künste durch Lehre, Forschung, Studium und Weiterbildung sehen, d.h. sie dürfen keine wirtschaftlichen Interessen verfolgen.
  2. Private Hochschulen müssen mehrere Studiengänge anbieten oder dieses im Rahmen einer Ausbauplanung vorsehen - es sei denn, daß innerhalb einer Fachrichtung dieses nicht zwingend nahegelegt wird.
  3. Studienbewerber und -bewerberinnen und Lehrende an diesen Hochschulen müssen dieselben Voraussetzungen erfüllen wie an staatlichen Hochschulen.
  4. Die Privathochschulen müssen nachweisen, daß sie in ihrer Finanzausstattung für die nächsten fünf Jahre gesichert sind.

In Deutschland ist eine private Hochschule eine Hochschule in privater Trägerschaft, die als Hochschule zur Vergabe akademischer Grade berechtigt ist. Zu den privaten Hochschulen zählen Universitäten, Fachhochschulen sowie Kunst- und Musikhochschulen. Nicht-staatliche Hochschulen in Trägerschaft einer Religionsgemeinschaft werden als kirchliche Hochschulen bezeichnet. Die Zuständigkeit für die institutionelle Akkreditierung der nichtstaatlichen Hochschulen liegt beim Wissenschaftsrat.

Entwicklung des Privathochschulsektors 

In Deutschland war die 1982 gegründete Universität Witten/Herdecke die erste freie, aber staatlich anerkannte private Universität. Zwischen 1990 und 2000 wurden etwa 25 private  Hochschulen gegründet. Seit dem Jahr 2000 kamen jährlich etwa 6 neue hinzu. Im Studienjahr 2007/08 waren nach Angaben des Verbandes der privaten Hochschulen (VPH) deutschlandweit fast 70.000 Studenten an den 75 privaten Hochschulen eingeschrieben. Die privaten Hochschulen erleben einen wahren Boom. Alleine in NRW hat sich die Zahl der Studierenden seit 2004 nahezu verdoppelt. In NRW studieren 35.000 Studierende an 23 privaten Hochschulen. Damit ist Nordrhein-Westfalen das Bundesland mit den meisten privaten Hochschulen, gefolgt von Baden-Württemberg mit 22 privaten Hochschulen. Studieren in NRW, Hochschulen in NRW, Studienwahl NRW, Studiengänge in NRW, Studienberatung NRW

Fast die Hälfte dieser Hochschulen ist dabei als Kapitalgesellschaft (GmbH und AG) organisiert, oder wird von eingetragenen Vereinen oder allein von Stiftungen getragen. Kirchliche Hochschulen sind zum Großteil Körperschaften des öffentlichen Rechts. (FH Studium, Fernstudium)

Zusätzlich gibt es noch mehr als 80 »Corporate Universities« in Deutschland. Das sind direkt an Unternehmen angeschlossene Aus- und Weiterbildungseinrichtungen, die ihre eigene Lehre als solche mit universitärem Anspruch bezeichnen, wie zum Beispiel die Hertie School of Governance in Berlin. Corporate Universitites existieren häufig nur virtuell, wie das Siemens Management Center und sind meist firmeninterne Weiterbildungseinrichtungen, teilweise exklusiv für die höheren Führungsränge der Unternehmen, während andere auch Weiterbildungen für unternehmensfremde Personen anbieten.

 

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